Das
Taschen-Problem ist immer noch nicht gelöst!
Zugegeben, das letzte Jahr habe ich nicht gewissenhaft und konstant nach einer neuen Uni-Tasche gesucht, weil ich so viel anderes um die Ohren hatte. Das bedeutet: Meine ehemals strahlend pinke Longchamp (sac pliage) musste dran glauben und wurde doch für die Uni verhunzt - mittlerweile ist sie nicht mehr ordentlich sauber zu kriegen, der Reißverschluss ist kaputt und ein Henkel ist an der Naht eingerissen - eine Frage der Zeit, bis er ganz abreißt. Da ich dieses Modell Tasche aber schon seit sooo vielen Jahren benutze, steht mir der Sinn nach etwas Neuem. Am Besten schwarz, denn es ist Winter; und bei Zara gibt es so viele wunderschöne und bezahlbare Modelle.
Also bin ich neulich in den Zara auf der Schadowstraße marschiert und habe verschiedene Modelle, die ich im Internet recherchiert hatte, genauer unter die Lupe genommen - zum Beispiel diese hier:


photo credit: zara.com
Fast alle Taschen, die ich im Store vorfand, waren wirklich wunderschön, und so manche hätte ich nur zu gern mit nach Hause genommen. Aber: Nach eingehender Betrachtung und diversen Überlegungen fiel mir auf, dass sie alle einfach nicht unitauglich sind.
Das erste und größte KO-Kriterium ist bei mir immer die Größe. Nicht nur schleppe ich täglich diverse Gesetzestexte, Lehrbücher und/oder Skripte in die Uni, sondern es müssen - neben dem üblichen "Klein"kram in einer Frauenhandtasche - auch ein kleines Notebook, eine riesige Wasserflasche und etwas zu Essen hineinpassen. Da geraten die meisten Taschen schon an ihre Grenzen.
Neben viel Stauraum sind aber noch ganz viele andere Faktoren ausschlaggebend: Wildleder? - Durchnässt zu schnell bei Regen und den Wanderungen auf dem Campus zur Mensa oder zur Bahnhaltestelle; außerdem anfälliger für Schmutz als glattes Leder. Lässt sich die Tasche anständig und vor allem
komplett schließen? - Weder soll es reinregnen können, noch möchte ich Taschendiebe einladen, sich an dem Inhalt zu bedienen. Hat die Tasche einen langen Umhängegurt? - Auf der Schulter ist es in der Regel dann doch angenehmer als in der Hand oder der Armbeuge. Gibt es genug Innenfächer? - Ordnung muss sein und stundenlanges Rumgekrame nach Schlüsseln, Portemonnaie & Co. ist doch echt nervig.
Der langen Rede kurzer Sinn, ich habe keine einzige Tasche gefunden, die mich vollends überzeugen konnte - oder zumindest soweit, dass sie die Vorteile einer Longchamp übertrifft.
Jene haben zwar keine tolle Innenaufteilung, trotzdem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis spitze. Sie kosten keine hundert Euro und dafür bekomme ich: Ein komplett verschließbares Modell mit unglaublich viel Stauraum, das belastbar ist (wie voll ich diese Tasche immer lade - und sie hält es mühelos aus!) und dessen Innenraum auch noch gummiert ist, sodass bei Regengüssen das Wasser nicht bis Innere sickern kann. Achja: Und ich kann sie in die Waschmaschine stopfen (Handwäsche-Programm, aber bitte nicht allzu oft, schließlich sind die Henkel aus Leder).
Ich schätze, diese Pro-/Contra-Liste nimmt mir meine Entscheidung wohl ab. Ich bin gespannt, wofür ich mich letzten Endes entscheide..!
xx,
Franzi